Die Ich-Perspektive (Ego View): das System durch die Augen einer Figur sehen
Die Ich-Perspektive (englisch: Ego View) ist eine Funktion von SYSLIA: Sie wechseln in den Blickwinkel einer einzelnen Figur und sehen das System so, wie diese Figur es von ihrem Platz aus sieht – mit Position, Abstand und Blickrichtung der anderen Elemente. Im klassischen Format ist dieser Blickwechsel nur imaginativ möglich.
Was ist die Ich-Perspektive?
In einer Aufstellung betrachten Klientin oder Klient das System normalerweise von außen, aus der Vogelperspektive. Die Ich-Perspektive kehrt das um: Sie wählen eine Figur und klicken auf das Augen-Symbol – die Kamera springt in das Sichtfeld dieser Figur, und Sie können sich darin bewegen. Sie sehen, wer vor Ihnen steht, wer hinter Ihnen, wer nah und wer fern ist – so, wie die Figur es von ihrer Position aus erlebt.
Warum der Blickwechsel hilft
Der Perspektivwechsel gilt als einer der stärksten Wirkfaktoren systemischer Arbeit (siehe Wirkmechanismen). In einer klassischen Aufstellung wird er über Stellvertreter oder Vorstellungskraft erreicht. Mit der Ich-Perspektive wird er sinnlich konkret: Ein Konflikt, der aus der Vogelperspektive abstrakt wirkt, bekommt eine Blickrichtung, einen Abstand, ein Gegenüber.
Anwendungsfälle
- Inneres Team: Jeder Anteil – der Antreiber, der Kritiker, der Beschützer – hat eine eigene Figur. Aus der Ich-Perspektive jedes Anteils lässt sich fragen: Was sehe ich von hier aus, und was fehlt mir?
- Entscheidungsaufstellung: Blick von der Position „Ich“ auf die Optionen, aber auch von der Option zurück auf „Ich“.
- Teamkonflikt und Führung: Wie erlebt die Führungskraft das Team, wie das Team die Führungskraft? Der Wechsel zwischen beiden Blickwinkeln macht Missverständnisse greifbar.
- Familien- und Beziehungsthemen: Das Gegenüber verstehen, ohne zu behaupten, wie es „wirklich“ ist: Die Ich-Perspektive zeigt eine Sicht, keine Tatsache.
Hinweise für die Sitzung
- Fragen statt deuten: „Was fällt Ihnen von dieser Position aus auf?“ ist hilfreicher als eine Erklärung, wie die Figur „fühlt“.
- Die Ansicht einer Figur ist eine Hypothese. Sie zeigt, was in der Aufstellung räumlich angelegt ist, nicht, was ein Mensch tatsächlich wahrnimmt (siehe Kritik und Grenzen).
- In einer gemeinsamen Live-Sitzung kann jede beteiligte Person in die Ich-Perspektive wechseln.
Die Verfügbarkeit der Ich-Perspektive und der Live-Sitzung hängt vom Tarif ab; die aktuelle Übersicht finden Sie unter Preise.
Ich-Perspektive im digitalen Systembrett
Die Ich-Perspektive ist eine von mehreren Funktionen des digitalen 3D-Systembretts SYSLIA. Weil SYSLIA die Aufstellung im dreidimensionalen Raum darstellt, entspricht die Ansicht tatsächlich dem Sichtfeld der Figur und nicht nur einer gedrehten Draufsicht.
Häufige Fragen
Was ist die Ich-Perspektive (Ego View)?
Die Ich-Perspektive ist eine Funktion von SYSLIA, mit der Sie das System aus dem Blickwinkel einer einzelnen Figur betrachten, also mit deren Position, Abstand und Blickrichtung zu den übrigen Elementen. Im englischen Sprachraum heißt sie Ego View.
Wofür braucht man die Ich-Perspektive?
Sie unterstützt den Perspektivwechsel, etwa im inneren Team, bei Entscheidungsaufstellungen und in Team- und Führungsthemen. Sie macht deutlich, wie das System von einer bestimmten Position aus aussieht.
Ist die Ich-Perspektive in jedem Tarif enthalten?
Nein, die Verfügbarkeit hängt vom Tarif ab. Die aktuelle Übersicht steht auf der Preisseite von SYSLIA.
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SYSLIA läuft im Browser, ohne Installation. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos.
Hinweis: Dieser Text dient der Information. Er ersetzt weder eine fundierte Aus- oder Weiterbildung noch eine Therapie.